Testen und Interpretieren

Testen WebmasterfridayIn dieser Woche geht es beim Webmasterfriday um das Testen und um die Interpretation der Testergebnisse.
Das Themengebiet ist dieses mal doch recht weit und lässt sich allumfassend sicher nicht innerhalb eines Artikels klären.

Passend zum Thema meines Blogs möchte ich deshalb mal darauf eingehen wie ich meine Software, im konkreten meine WordPress Plugins teste. Wo liegen die Schwierigkeiten, was hilft mir und wie kann ich das Feedback, bzw. die Ergebnisse interpretieren?

Meine Entwicklungsumgebung:

Um ein WordPress Plugin zu schreiben benötigt man keine großartige Software. Im Prinzip tut es ein Texteditor und ein FTP Client. Die Software die ich verwende findet ihr übrigens in diesem Artikel, eine Anleitung um WordPress Plugins zu schreiben. Da ich nicht wirklich ein PHP Profi bin liegt bei mir noch immer eine Ausgabe von Jetzt Lerne Ich PHP* rum und ein Browserfenster mit den wichtigsten Ressourcen im Netz ist immer offen. Man kann einfach nicht immer alles aus dem Kopf wissen, nachschlagen und nachlesen ist sicher auch ein großer Bestandteil von „testen“.
Um etwas zu testen, muss ich die Thematik ja dann doch schon im Blick haben und auch überschauen können.

Meine Testumgebung:

Zum Test meines Plugins habe ich mir eigens eine komplette WordPress Installation zugelegt und einige Plugins installiert, von denen ich vermutete, dass diese mit meinem Plugin in Konflikt geraten könnten. Diese greifen beispielsweise auf die selben Tabellen zu, erfüllen ähnliche Funktionen usw.
Das Testen meines Plugins ist natürlich nicht so umfangreich, wie bei größeren Softwareprojekten, das Plugin ist doch relativ klein und noch sehr überschaubar. Dazu kommt natürlich noch die riesige WordPress Community, die mir sicher sehr schnell mitteilen wird, wenn mein Plugin ihre Installationen „zerschießt“. Feedback ist natürlich auch unheimlich wichtig, es ist fast unmöglich alle Eventualitäten, ach was – es ist unmöglich alle Installationen da draußen vernünftig abzubilden und ausgiebig zu testen. Ich bin also fast ausschließlich auf Feedback angewiesen.
Was meine ich mit Feedback? Damit meine ich eine E-Mail die mehr enthält wie „Du, ey das Ding geht nicht!“.

Gutes Feedback sieht etwa so aus:

  • Um was für einen Webserver handelt es sich?
  • Welche PHP Version ist installiert?
  • Welche MySQL Version?
  • Welche WordPress Installation, vor allem welche Version?
  • Welche Plugins sind installiert?

Dieser Plan gilt natürlich nicht nur für kleine Plugins, im Prinzip gilt dies für jede Software. Diese Anfrage da oben bekomme ich öfter als man glaubt, nicht unbedingt für kostenfreie WordPress Plugins.
Generell möchte ich mal eine Lanze brechen für all meine Kollegen da draußen, der Support für kostenfrei Software, gerade WordPress Plugins kann ja nie so gut sein, wie bei kommerziellen Programmen. Meist steht dort nur ein Entwickler dahinter, der sonst anderen Tätigkeiten nachgeht. Die Zeit ist also knapp und deswegen wären ausführliche Fehlerbeschreibungen wirklich wünschenswert.

Wie teste ich meine Software?

  • Ich installiere mein Plugin in der oben angesprochenen Umgebung.
  • Ich führe Aktionen aus die ein, meiner Meinung nach, typische User ausführen würde. Inwiefern das wirklich zutrifft? Ich kann es nicht sagen. Interessieren würde es mich aber brennend!
  • Kommt es direkt zu Fehlern, versuche ich diese sofort zu korrigieren. Ich fange einfach in der ersten Zeile aus der Compiler-Ausgabe an, korrigiere diese, lade die Datei trotz der eventuellen noch vorhanden Fehler wieder hoch und schaue ob der Fehler beseitigt wurde.
  • Der Compiler ist leider (eigentlich finde ich dies ganz angenehm. ;) ) sehr nachlässig und lässt einem viel durchgehen. Heisst für mein Plugin das ich wirklich jede Funktion bis ins letzte Detail prüfen muss. Wie ist der Output, was steht wirklich in den Tabellen. Nicht zu selten sah alles ok aus, aber in der Datenbank standen dann völlig unbrauchbare Daten.

Interpretationen:

Wie ich eben schon erwähnt habe ist Feedback, für Softwareentwickler aller Art, unheimlich wichtig. Ganz egal ob positiv, oder auch negativ. Jede Stimme hilft einem weiter sein „Produkt“ zu verbessern. Natürlich sollte die Stimme, gerade wenn negativ, ein wenig umfangreicher sein, man ist ja doch sehr bemüht dem „Kunden“ weiterzuhelfen.
Wenn mich jetzt natürlich kein Feedback erreicht gibt es weniger mögliche Interpretationen. Einmal kann das Produkt ok sein, gerade bei sehr kleinen Softwareprojekten gibt es oft wenig Feedback, eine andere Interpretation ist, dass niemand das Produkt benutzt. Da glaubt man doch lieber an Möglichkeit Nummer 1. ;)

Fazit:

Testen ist umheimlich wichtig, natürlich müssen diese Test auch immer gut interpretiert werden. Was bedeuten die Tests wirklich, ist die Testreihe überhaupt aussagekräftig? Ich finde das es immer gut ist sich hier von außen Hilfe ins Boot zu holen. Lasst eure Tests auch von anderen durchführen, lasst euch sagen was sie davon halten, was sie eventuell entdeckt haben, was ihr übersehen habt. Wie heisst es so schön: „Vier Augen sehen immer mehr, als zwei Augen!“.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes und sonniges Wochenende!

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