Internationalisierung von Blogs

Heuer geht es beim Webmaster Friday um das Thema Internationalisierung. InternationalisierungGefragt wird nach Möglichkeiten den eigenen Content in möglichst vielen Sprachen zugänglich zu machen. Prinzipiell keine schlechte Idee. Warum? Dafür gibt es ja tausende Gründe, ganz trivial – mehr Besucher, idealistisch – jeder kann meinen Content in seiner Sprache Konsumieren.
Leider ist der Plan nicht ganz so einfach wie er zuerst einmal klingt, immerhin möchte der Content auch von irgendjemand oder von irgendetwas übersetzt werden. Im folgenden möchte ich kurz über meine Erfahrungen, die Schwierigkeiten und über Software, bzw. Plugins berichten.

Meine Erfahrungen mit der Internationalisierung

Wie ihr unter Plugins sehen könnt, habe ich bereits einen Teil meines Contents zumindestens in englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Der Grund ist recht einfach, mein Plugin ist komplett in englischer Sprache verfasst, also wollte ich auch englischen Support liefern. Generell liefere ich meine komplette Software (kein PHP ;) ) und auch die dazugehörigen Dokumentationen fast ausschließlich in Englisch, nicht nur dieses kleine Plugin. Im Prinzip ist also der deutsche Teil auf dieser bestimmten Seite „internationalisiert“.

Wie man unschwer erkennt bin ich kein „native english speaker“, allerdings würde ich schon gerne meinen Content, auch von anderen Blogs, die sich mehr mit der Softwarewelt beschäftigen, in mehr Sprachen veröffentlichen, nicht aus dem Eingangs erwähnten trivialen Grund, sondern eher aus dem idealistischen Grund. Dabei ergeben sich aber ein paar Schwierigkeiten:

  1. Ich spreche zwar 3 Sprachen relativ flott, aber ich bin kein „native speaker“ und schon dreimal kein „native writer“ in zwei von diesen Dreien.
  2. Ich habe schlichtweg keine Zeit um meinen Content zu übersetzen.
  3. Ich habe keine Lust und auch kein Geld, jedenfalls wenn ich die Ein- und Ausgabenseite vergleichen würde, um einen professionellen Übersetzer einzusetzen.

Damit näheren wir uns auch schon dem eigentlichen Themenkomplex, der meine Erfahrungen mit Plugins, die diese Aufgaben übernehmen, beschreibt.

Übersetzer – Plugins:

Mir ist erst unlängst diese tollen Worte auf Facebook aufgefallen, ich nutze die englische Version des sozialen Netzwerks und sehe dort ab und an: „See Translation“. Ich habe dann mal aus Spaß bei einem Kommentar drauf gedrückt und mir das Output angeschaut. Kurz und knapp, diese Art der Übersetzung ist keine Option. Die Übersetzung von Google überrascht mich auch immer wieder mit den tollsten sinnbefreiten Sätzen. Schön zum Spielen, aber nichts für ein semi-professionelles Projekt, egal mit welchen Ausmaßen und Zielgruppen.

Dann bin ich auch schon über ein WordPress Plugin gestolpert, mit dem Namen Global Translator, gleich vorweg, empfehlen kann ich es nicht. Dieses Plugin kann laut Autor euren Content völlig automatisch in 48 Sprachen übersetzen. Wow, das klingt super – Internationalisierung ich komme! Wie mit allem im Leben ist es aber doch so: Was zu schön ist um wahr zu sein, ist auch nicht wahr. Denn dieses Plugin macht im Prinzip nichts anderes, als auf die oben schon angesprochenen Plattformen zurückzugreifen, mit ein paar zusätzlichen Übersetzern und uns einen dementsprechenden Output zu liefern.

Wie heisst es so schön „Content is King“, aber die Qualität des Outputs dieser Maschinen ist leider (noch) nicht King, was sich natürlich auf euren Content auswirken wird. Ich möchte ehrlich gesagt nicht, das mein Blog aussieht wie eine E-Mail von einem angeblichen Notar, der mir das Erbe eines afrikanischen Prinzen überweisen will.

Fazit:

Internationalisierung, automatisch, per Plugin – wunderbar, her damit! Gibt es so aber leider nicht, um seinen Blog in mehrere Sprachen zu übersetzen, bleibt nur die gute alte Handarbeit. Ob sich hier der Einsatz lohnt? Kommt sicher auf das Projekt an, ich kann mir vorstellen, dass dies in bestimmten Nischen gut funktionieren kann. Nur, ihr steigt natürlich auch in einen anderen Markt ein, ihr erhaltet neue Konkurrenz und müsst euren Blog auch dahingehend anpassen. Das fängt ja schon mit der Domain an und hört bei passenden Verlinkungen noch lange nicht auf.

Zum Abschluss: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und vielleicht noch ein paar Worte zum Webmaster Friday. Dort wird jeden Freitag ein neues Thema vorgestellt, zu dem Blogs ihre Meinungen in Form eines Post, wie diesem hier, abgeben können. Eine tolle Sache wie ich finde und auch immer wieder sehr interessant zu lesen, was die Kollegen zu sagen haben. Meine heutige erste Teilnahme wird hoffentlich nicht die letzte bleiben.

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