Ethik und Moral – wie war das mit den Artikelverkauf?!

WebmasterfridayDer Webmasterfriday greift in dieser Woche ein sehr heißes Thema auf. Heiß deshalb weil es zur Zeit sehr kontrovers diskutiert wird.

Es geht mehr oder weniger um den Verkauf von Blogartikeln ohne es dem Leser wirklich klar mitzuteilen. Einige sind hier der Meinung, unter anderem auch Google, dass man damit seinen Besucher gezielt hinter das Licht führt. Meine bescheidene Meinung dazu werde ich weiter unten im Artikel zum Besten geben.

Auch Matt Cutts, vom Google Webspam Team, hat in dieser Woche Googles Richtlinien zum Thema noch einmal in einem Video thematisiert, meiner Meinung nach etwas unglücklich, aber dazu später mehr.

Worum geht es da beim Artikelverkauf?

Die ganze Aufregung beruht im Prinzip darauf das Firmen Blogger, aber auch Schreiberlingen auf größeren Plattformen, bezahlen um über ein bestimmtes Produkt zu schreiben, positiv versteht sich.

In der Blogosphäre geht es dabei oftmals um Links, ein Artikel soll dabei um einen bestimmten Link herum gebaut werden. Eigentlich nichts besonderes, dieser Artikel macht ja im Prinzip nichts anderes. Natürlich werde ich hierfür nicht bezahlt, aber ihr wisst was ich meine.

Berichte ich also über eine Webseite XY und der Inhaber von XY zahlt mir 50 Euro dafür, besteht die Gefahr das ich über das Produkt eben anders berichte als in dem Moment in dem ich eben nicht dafür bezahlt werde.

Meiner Ansicht nach ist dieser Punkt durchaus gerechtfertigt, was passiert aber dann wenn ich für einen Beitrag bezahlt werde, den ich sowieso so schreiben wollte oder auch schon geschrieben habe und der Link den ich einbauen soll einen wirklichen Mehrwert für meine Leser bildet?

Kommt dann hier auch die Moral, die Ethik oder was auch immer um die Ecke? Mal sehen was Google dazu sagt.

Was sagt Google dazu?

Ich mache es mir hier mal einfach und zeige euch direkt das Video von Matt Cutts:

Was er im Prinzip sagt ist ja keine Überraschung, Google ist natürlich kein Fan vom Linkkauf- und verkauf, sollte uns eh klar sein. Was aber mitschwingt ist so eine Art Hilflosigkeit, meiner Meinung nach kommt irgendwie ganz klar rüber, das Google nicht den Hauch einer Ahnung hat wie man gegen diesen „Trend“ vernünftig vorgehen soll, also appelliert man an die Moral der Webmaster.

Ihr betrügt euch und eure Leser, führt sie hinter das Licht und besonders schön ist es auch nicht…

Wie ist das jetzt mit der Ethik und der Moral?

… ist das also so? Betrügt man den eigenen Leser in dem man sich bezahlen lässt für das veröffentlichen von Artikeln?

Kurz vorweg: Ich weiss es nicht!

Der ein oder andere fühlt sich sicher nicht wohl, wenn er bemerkt das an dem Artikel den er gerade liest irgendwas nicht stimmt, das beschriebene Produkt besser weg kommt als es sollte. Ganz normal denke ich!

Was ich aber weiss ist, dass der Leser doch per se nicht doof ist, er kann doch auch eins und eins zusammenzählen. Generell wissen wir doch das es im Internet immer zwei Seiten der Medaille gibt.
Was hier steht, kann dort schon wieder komplett anders aussehen.

Das ist doch das schöne am Internet, oder eben auch das schlechte. Jeder kann hier rein, jeder kann seine Meinung kundtun. Aber am Ende entscheide ich als Leser doch für mich selbst, was Schwachsinn ist, was nach Lüge klingt und was mich verärgert.

Geld verdienen

Wie ich oben allerdings schon erwähnt habe, besteht für mich kein Grund daran zu zweifeln, das es auch gegen bares Artikel geben kann die dem Leser in jedem Fall einen Mehrwert bieten. Hier ist beim Blogger natürlich auch ein wenig Kreativität gefragt.

Am Ende muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden wie weit er geht, in wie weit Artikel die bezahlt wurden gekennzeichnet sind, was im übrigen oftmals auch von den Auftraggebern im seltensten Fall erwünscht / gestattet ist.

Auf der anderen Seite entscheidet aber letztendlich der Leser was Sache ist, übertreibt man als Blogger das Programm, bleiben die Leser auf lange Zeit eben weg und dann ist die Frage in wie weit es sich gelohnt hat, in einem Blog über Modelleisenbahnen, einen Artikel über Girokonten zu veröffentlichen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist…

Wer sich selbst einmal ein Bild von Angebot und Nachfrage bei bezahlten Artikeln machen will, sollte sich die Anbieter in der folgenden Tabelle mal anschauen:

Anbieter im Überblick
Anbieter Beschreibung Mein Review Link zur Plattform
RankSeller Geld verdienen mit Blogs RankSeller Auftraggeber stellt Angebot mit Eigenschaften (wie nofollow Links usw.) und Budget ein – Kunden bieten ihre Blogs mit entsprechenden Preisvorschlag an – Markierung als nofollow und Werbung möglich Zum Review Zum Anbieter*
RankSider Geld verdienen mit Blog RankSider Auftraggeber stellt Angebot mit einem gewissen Budget ein – Kunden bieten ihre Blogs mit entsprechenden Preisvorschlag an – nofollow in wenigen Ausnahmen möglich Zum Review Zum Anbieter*
Teliad Geld verdienen http://www.blog-tips.de/wp-content/uploads/images/2013/01/teliad-geld-verdienen-120x120.gif 120w http://www.blog-tips.de/wp-content/uploads/images/2013/01/teliad-geld-verdienen-40x40.gif 40w" sizes="(max-width: 125px) 100vw 125px" /> Teliad Auftraggeber sucht sich passende Blogs aus einer Datenbank aus Zum Review Zum Anbieter*
Everlinks Blog Marketing Everlinks Auftraggeber stellt Angebot mit Preisvorstellung ein – ebenso mit Vorgaben wie eben nofollow oder Werbekennzeichnung – Kunde kann Blog anbieten Zum Review Zum Anbieter*
Bewerte diesen Artikel:
1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Stern (Keine Bewertungen bis jetzt :( )
Loading...

4 Kommentare

  1. Pingback: Ethik und Moral | Henry SchmidHenry Schmid

  2. Jemand zahlt mir für einen Beitrag 50 Euro? Super! Wenn der Leser weiß, dass das ein bezahlter Artikel ist, dann kann das kein Problem sein und mit Moral oder Unmoral hat das, glaube ich, nichts zu tun. Man muss halt klar zwischen kommerziell und privat trennen.

  3. Ist mir zwar noch nicht passiert, aber ich schliesse mich dem Kommentar über mir an, wichtig dabei ist das der Artikel als bezahlt Markiert wird, damit ist er dann im Prinzip nur ne Werbeanzeige, und die haben ja viele Blogs. In wiefern man dann aber positiv über Produckte schreibt die eigentlich Mist sind liegt in der Persönlichen Verantwortung

  4. Pingback: Moral eines Bloggers | Infopool für Webmaster und Blogger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg

Post Navigation